"Top Dogs" - DS 25 - Primo-Levi-Gymnasium

Urs Widmer: „Top Dogs“

Aufführung des Grundkurses Darstellendes Spiel 12 am 19.02.2025

Vor fast genau 20 Jahren wurde Urs Widmers Drama „Top Dogs“ (Verlag der Autoren) schon einmal von Schülern unserer Schule aufgeführt, damals allerdings an einem anderen Ort, weil unsere Aula B rekonstruiert wurde.
Für unsere diesjährige Aufführung wählten wir eine zweiseitige Podiumsbühne, die sich logisch aus der Inszenierungsidee, die „Gipfelkonferenz“ im Foyer vor der Aula beginnen zu lassen, ergab. Deshalb war die Bühne direkt am Eingang in der Aula positioniert. Dort fand dann das eigentliche Spiel statt, das sich um das spezielle Trainingsprogramm der Top-Dogs, welche im Outplacement-Büro auf ihre Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess vorbereitet werden sollen, rankt. Dieses Trainingsprogramm wurde in unserer Inszenierung u. a. mithilfe verschiedener Requisiten dargestellt. Wir nutzten Bürostühle, weiße Papphocker, weiße Schirme, die wir im Verlaufe der Szenen konkret bespielt oder auch entfremdet haben. Mal waren sie die Gorillas des „Tierwärters“ im Zoo, wurden im „Camp“ zu Hanteln oder für die „Bergwanderung“ zum Gletscher bzw. halfen sie Dodo Deer, den aufrechten Gang zu üben. Dadurch und aufgrund der optimalen Nutzung des relativ kleinen Bühnenraumes kamen besonders die Monologe, in welchen die Top-Dogs ihre jeweilige Entlassungsgeschichte erzählten, dynamisch über die Rampe. Die Handlung wurde insgesamt auch durch den erzählenden Charakter der Musik vorangetrieben.
Eine zweiseitige Podiumsbühne hat den Effekt, den Zuschauer nah an das Spiel heranzuholen, sodass er sich, positiv oder negativ, stark ins Bühnengeschehen involviert fühlt. Das ist in unserer Inszenierung zum einen durch die Lichteffekte gelungen, zum anderen hätte diese Wirkung aber noch verstärkt werden können, wenn die „beiden vierten Wände“ öfter bespielt worden wären.
Nachdem alle Top-Dogs ihr Trainingsprogramm mehr oder weniger erfolgreich absolviert hatten, erhielt am Ende aber nur einer/ eine einen Arbeitsvertrag. Der Abgang von der Bühne verlief dementsprechend emotional über die Eingangstreppe und führte zurück ins Foyer, womit sich der Kreis unserer Inszenierungsidee schloss.
Die Schüler der Technik-AG haben uns wieder tatkräftig unterstützt, ihnen gilt ein besonderer Dank.

Christine Hessel